SOUND MUSEUM
Eine temporäre Klanginstallation im halböffentlichen Raum
22.08.2008 - 05.10.2008


Einladungskarte


SOUND MUSEUM

Eine temporäre Klanginstallation im halböffentlichen Raum

Eröffnung 22.08.2008 um 18 Uhr ( im Rahmen der Eröffnung POP un die Folgen )
Dauer 22.08. bis 05.10.2008


Der Eingangsbereich des Museum Ratingen wird zum SOUND MUSEUM.
Ein roter Teppich lädt ein, die Bühne zu betreten und Klangfragmenten und Geräuschen aus dem Stadtraum Ratingen und seiner amerikanischen Partnerregion Süd-Dakota zu lauschen. Resonanzen aus dem Innenleben der Süd-Dakota-Brücke, Musiken von Schützenumzügen, Stimmungsklänge aus städtischen Cafés und Imbiss-Stuben und Stimmen hilfreicher Bürgerinnen und Bürger, die den Weg zum Museum der Stadt weisen, wechseln so ab mit Stürmen und Geräuschcollagen aus der Ratinger Partner-Provinz South-Dakota.

Der Düsseldorfer Künstler Jörg Steinmann (*1959) – Schüler von Norbert Kricke und Meisterschüler von David Rabinowitsch an der Kunstakademie Düsseldorf – sammelte Klänge und Geräusche in der Stadt und ihrer Partner-Provinz Süd-Dakota und fügte sie zu einem bunten Klang-Kaleidoskop zusammen.

Unter dem Eingangsdach des Museums inszeniert er das gesammelte Material
als Hörspiel über die Klangsphäre einer Stadt. Im 5-Minuten-Takt ertönen aus einer diskreten Schallquelle Klang- und Geräusch-Konzentrate von jeweils 1 Minute Länge und präsentieren so 72 unterschiedliche Sound-Ereignisse für die Dauer der Öffnungszeiten.

Die Installation überbrückt mit der Einbeziehung von Süd-Dakota auf imaginäre Weise den Raum zwischen den Kontinenten und erweist sich als Lock-Ruf, als Willkommens-Gruß und als Spiegel der Stadt.

Jörg Steinmann erkundet seit jeher künstlerisch den öffentlichen Raum und seine Geräusche. In seinen monatlichen Performances bringt er unter dem Label RANDOM CITY verschiedenste Aspekte des Stadtraums in klingende Statements. Mittels Zitat, Nachahmung oder Verfremdung werden Einzelgeräusche des Stadtraums, Klangsphären und auch Erinnerungen an Klänge erneuert oder umkodiert. So ertönen Fußgängerpassagen in rhythmisch arrangierten Vogelstimmen, geben vorbeifahrende Autos an der Dehnungsfuge einer Brücke ein perkussives Ensemble, oder es liefern die inneren Geräusche einer Rolltreppe den Soundtrack zu einer Hommage an den
Künstler Blinky Palermo.

Die Ratinger Installation SOUND MUSEUM betrachtet den Stadtraum Ratingens und das soziale Miteinander durch ein akustisches Vergrößerungsglas und lädt dazu ein, näher zu treten.