Peter Paul Rubens - Meisterwerke seiner Werkstatt
Aus der Sammlung des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss | Siegen
| Eröffnung |
17.07.2011 um 11.30 Uhr |
Der flämische Maler Peter Paul Rubens ( 1577 in Siegen – 1640 in Antwerpen ) zählt zu den Hauptvertretern des europäischen Barocks. Doch nicht nur Genialität und Schaffenskraft sorgten für die exponierte Stellung dieser faszinierenden Persönlichkeit. Er schuf ein gewaltiges OEuvre von über 3.000 Gemälden, religiöse, mythologische, allegorische Werke ebenso wie Landschaften und Porträts. An dieser reichen Produktion war eine rege Werkstatt mitbeteiligt, in der Rubens eine Auswahl von Schülern und Gehilfen um sich hatte wie kein anderer in der damaligen Zeit.
Ein integrierter Bestandteil des Rubens-Ateliers war die Stecherwerkstatt. Rubens hatte die Bedeutung der Druckgraphik für die Verbreitung seiner Kompositionen früh erkannt. So engagierte er hervorragend geschulte Kupferstecher, die unter seiner Anweisung und unmittelbaren Kontrolle seine Gemälde graphisch umsetzten.
Die bedeutendsten Rubens-Stecher waren Pieter Soutman, Lucas Vorsterman, Schelte à Bolswert, Paulus Pontius und Jan Witdoeck. Ihre Werke, die durch mehrfache Privilegien vor unautorisiertem Nachdruck geschützt waren, trugen nicht nur zum Ruhme des Meisters erheblich bei, sondern übten auch aufgrund ihrer herausragenden technischen Qualität großen Einfluss auf den barocken Kupferstich des 17. Jahrhunderts aus.
Die Ausstellung zeigt neben einigen Ölbildern 80 Meisterwerke der Rubensstecher, die neben Motiven aus dem Neuen Testament u.a. auch die Heilige Familie und Mariendarstellungen zum Inhalt haben. Die druckgraphischen Blätter der Ausstellung stammen aus dem annähernd 1100 Kupferstichen, Radierungen und Holzschnitten umfassenden Bestand des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss in Siegen.