
o.T., 2006, Wachs, Pinsel, Farbe

Marik der Maler, 2008, Wachs, Epoxydharz, Stoff, Farbe

o.T., 2007, Wachs, Pinsel, Farbe
Gil Shachar
Skulpturen und Zeichnungen
| Eröffnung |
20.3.2011 um 11.30 Uhr |
„ Alles, was ich in meiner Kunst tue, hat mit dem Körper zu tun", so beschreibt Gil Shachar die Essenz seines Werks in einem Satz. Aus Wachs und Epoxydharz fertigt er Plastiken ihm bekannter Personen oder schlichter Alltagsgegenstände. Stets sind es Fragmente des Körpers: Portraitbüsten, Rückenpartien, Torsi, einzelne Hände, die ein Tuch oder einen Apfel halten.
Mittels einer aufwändigen Abgusstechnik und sorgfältiger Bemalung der Oberflächen gelingen Shachar täuschend echte Abbilder der Wirklichkeit, optischen Täuschungen gleich. Durch die stets geschlossenen Augen vermitteln die Büsten zudem eine ganz besondere Stimmung, die Stille, Innerlichkeit, bisweilen aber auch Verweigerung und Verschlossenheit umfasst, in der alles greifbar scheint und sich im gleichen Augenblick doch entzieht.
Gil Shachar, 1965 in Tel Aviv geboren und heute in Duisburg lebend, zählt zu den vielversprechendsten jungen Bildhauern in Deutschland, die sich dem Naturalismus der menschlichen Figur verpflichten. Nach seinem Studium in Ramat Hasharon erhielt Shachar zahlreiche Preise, Stipendien und Lehraufträge in Israel, Österreich, Norwegen und Deutschland.
Gezeigt werden bis zu 25 aktuelle und neue Arbeiten des Künstlers, die eigens für eine Galerieausstellung im Mai 2011 angefertigt werden. In der Ausstellung werden erstmals auch Papierarbeiten des Künstlers gezeigt, die seine Skulpturen zum Inhalt haben.
Die Ausstellung – eine Ausstellung im Rahmen und aus Anlass der Jüdischen Kulturtage 2011 - entsteht in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Siegburg und der Galerie Löhrl in Mönchengladbach. Das Projekt wird gefördert von der Ministerpräsidentin des Landes NRW und dem Kultursekretariat NRW Gütersloh.