Einfälle für Abfälle
Kreatives Recycling in der Nachkriegszeit und in der Einen Welt
| Eröffnung |
So - 13.09.2009 um 11.30 Uhr |
| Ausstellungsdauer |
13.09. - 25.10.2009 |
| Drum-Performance |
Sa. - 19.09.2009 um 20.00 Uhr | Gruppe Kalikuvi | Eintritt 8,- Euro |
| Öffentliche Führung |
So - .27. 09. 2009 um 11.30 uhr |
| Ferienwerkstatt |
Di - 13.10. und Fr. 23.19.2009 jeweils von 11-14 Uhr |
Not macht erfinderisch, sagt ein altes Sprichwort. Diese Tugend war nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland ebenso gefragt wie heute noch in vielen Ländern der Dritten Welt. Die Ausstellung will eine Brücke schlagen zwischen diesen ganz unterschiedlichen Zeiten und Kontinenten, um zu zeigen, wie eine Mängelsituation im Alltag die Erfindungsgabe der betroffenen Menschen anregt und so zu erstaunlichen und teilweise fantastischen Schöpfungen führt.
Diese Schöpfungen sind das Ergebnis eines Recyclings der ganz besonderen Art: aus dem Stahlhelm wird ein Kochtopf, aus Blechdosen werden wunderbare Spielzeugautos oder aus Kronkorken schicke blitzende Handtaschen. Alle diese Dinge sind mit viel Erfindungsreichtum und Tüftelei aus den Materialen entstanden, die andere wegwarfen und sie sind dabei immer Spiegelbild einer ganz spezifischen geografischen und historischen Situation.
Recyclingprodukte sind ein fester Bestandteil der Alltagskultur vieler Länder der Dritten Welt. Ein Gang über dortige Handwerkermärkte erscheint wie eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit, bei der man ausgestorbene oder selten gewordene Handwerkstechniken sieht und hautnah erlebt, wie Not erfinderisch macht. Aus Blechdosen entstehen Henkeltassen, aus Autoreifen Sandalen, aus Glühbirnen Öllampen und aus Ölkanistern Gitarren.
Besonders beim Spielzeug zeigt sich die ungeheure Kreativität dieser Recycling-Kunst. Nur wenige Kinder in der Dritten Welt können sich gekauftes Spielzeug leisten. Häufig sind es Jugendliche, die dort z.B. Spielzeugautos aus Abfall herstellen, weil es ihnen an Geld für den Kauf, aber eben nicht an Ideenreichtum und Kreativität zum Konstruieren fehlt. Mit einem Stein zum Schlagen, einem Nagel zum Bohren und einem Messer zum Trennen basteln sie aus Holz, Plastik, Draht, Blech und alten Gummisandalen solches Spielzeug. Die pfiffigen Konstruktionen erfordern eine gute Beobachtungsgabe, viel handwerkliches Geschick und die Lust am Experimentieren. Es entstehen so zahlreiche neue und interessante Produkte, die immer häufiger auch Touristen zum Verkauf angeboten werden. Viele der in der Ausstellung präsentierten Recycling-Produkte sind mittlerweile bei uns begehrte Sammlerobjekte geworden.
Gesammelt und zusammengestellt wurden die Objekte von Hans Schmidt aus Erzhausen. Sein Arbeitsgebiet ist seit vielen Jahren die Pädagogik der Naturwissenschaften in der Dritten Welt.
Eine afrikanische Nacht mit der Drum-Performance – Gruppe Kalikuvi
Am Samstag, 19. September 2009 um 20.00 Uhr im Museum der Stadt Ratingen
Eeintritt: 8,- Euro)
Museumsferienwerkstatt für 8-12 jährige
(gebührenpflichtig mit Anmeldung 02102 - 550-4180 |1)
Am Dienstag, 13. Oktober 2009 und Freitag, 23. Oktober 2009,
jeweils von 11.00 – 14.00 Uhr