Stephan Balkenhol, Johannes Brus, Timm Ulrichs, Peter Brüning, Ulrike Zilly,
Robert Hartmann, Brigitte Trennhaus, Werner Barfus, Johannes Lenhart, Beatrix Sassen

Brigitte Trennhaus

geboren 1942 in Beuthen. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf und der HdK Berlin bei den Professoren Erwin Heerich und Siegfried Cremer. Medaille Herzog & Herzogin von Württemberg 1989, UdSSR-Stipendium des Landes NRW 1991, Wettbewerbsgewinnerin Görlitzer Park 1993, Auszeichnung: initiativ - Kunst + Kirche 1996. Lebt und arbeitet in Berlin.

In ihrer künstlerischen Arbeit ging es Brigitte Trennhaus von Anfang an um die unsichtbare Seite der Dinge und die Außen- und Innenräume. Auf dieser Grundlage entstanden Holzskulpturen, umgeh- und durchgehbare Objekte, Zeichnungen, die nur von ihrer Rückseite her zu sehen sind, und Falttücher, die Reziprozität fordern. Beispielhaft hierfür ist die plastische Arbeit 15 Stationen bilden einen Kreis, wo auf 15 Holzsäulen jeweils ein gefaltetes, von innen bemaltes Tuch auf seine Freilegung wartet. Für die Zusammenhänge der Innen- und Außenräume steht die Werkgruppe der Papierhäutungen. Mit der Zeit wurde die sichtbare Wirklichkeit entwertet und die Wirklichkeit mit ihren Begrenzungen und Bindungen verworfen und durch Phantasie ersetzt. Musterbildungen mit Maschendraht und Plastikzeug, Stuckelemente und Formwachs sind hierfür das entsprechende Material gewesen. Später erfolgte eine Umsetzung der Musterbildungen in Scherenschnitten mit dem Ziel, die Erfahrung des Gewissen und Ungewissen zu erfassen. Plakate und Werbezettel, Kataloge und Tapeten bilden das banale, alltägliche Material für die Scherenschnitte, die nach einem bestimmten System ohne emotionale Ausdruck entstehen. Auch diese "Gitter" markieren die Grenzbereiche zwischen dem Innen und Außen, dem Sichtbaren und Unsichtbaren.

Projekt im Rahmen der Euroga:

Rosentor, 2002
Bronze, grün patiniert, farbig bemalt auf Eisensockeln
Höhe: 4,03 m
Standort: Kaiserswerther Straße, Fußgängereingang in den Grünzug West gegenüber der Pempelfurtstraße

Das "Rosentor" bildet die Eingangspforte in den Grünzug Ratingen West. Schon bei den alten Kulturvölkern als Zaubermittel vielfältiger Art verwendet, hat die Rose allgemeine Bewunderung und Wertschätzung gefunden, wodurch sie eine besondere Bedeutung im Volksgut, im Mythos und in der Kunst erlangte. In der Form des Tores kommt ihre Kraft zur Wirkung, das Gefährliche, Böse und Unbehagliche abzugrenzen. Das Rosentor dokumentiert auf poetische Weise die künstlerische Frage nach dem Wesen des Innen- und Außenraumes, des Davor und Dahinter und seiner changierenden Grenzen.