Stephan Balkenhol, Johannes Brus, Timm Ulrichs, Peter Brüning, Ulrike Zilly,
Robert Hartmann, Brigitte Trennhaus, Werner Barfus, Johannes Lenhart, Beatrix Sassen

Werner Barfus

geboren 1945 in Schladming/ Österreich. Kunstpreis SALZ, Schwäbisch Hall 1996. Lebt und arbeitet in Ratingen.

Nach langjähriger Arbeit mit Fotografie beschäftigte sich Werner Barfus seit 1983 mit plastischen Objekten und Malerei. Seine Vorliebe im Bereich der plastischen Objekte gilt dabei der Verwirklichung themenbezogener Arbeiten im Innen- und Außenraum. Dabei geht es primär um das Verhältnis von Thema, Situation und Umgebung und erst in einem zweiten Schritt um bestimmte Materialien. Vor allem konstruktive Formelemente dominieren in seinen reduzierten plastischen Objekten und Rauminstallationen.

Typische Beispiele hierfür sind die Arbeiten Existenzminimum (Schwäbisch Hall, SALZ, 1996), Abgetrocknet und Erledigt (Wellenbad Düsseldorf, Pool, 1997), Pegel (Rhein-Art, Lustenau/ Österreich, 1997) oder das Objekt in der Ausstellung "Ooh Tannenbaum" im Museum der Stadt Ratingen. Seit 1997 entsteht eine erste unabhängige Skulpturenreihe: aus Gips geformte Häuser ironisieren in überspitzter Form unsere so genannte zweite Haut. Unter dem Titel Behausungen wurde diese Gruppe erstmals im Kunstzimmer Toni Mörger in Düsseldorf gezeigt.

Auch in der malerischen Arbeit dominierten in den ersten Jahren konstruktive Formen und änderte sich 1990 zugunsten einer größeren Freiheit und Offenheit. Ergebnisse dieser Entwicklungsphase wurden 1994 im Museum der Stadt Ratingen unter dem Titel Das Treppenhaus ist sauber zu halten gezeigt.

In den folgenden Jahren konzentrierte sich Barfus immer mehr auf das schwierige quadratische Format bei gleichzeitiger Reduzierung der Farben. Folge dieser künstlerischen Entwicklung war 1998 die Ausstellung Kann sein der Himmel ist blau... im Museum der Stadt Ratingen mit ausschließlich schwarzweißen Bildern, die in einem komplizierten Hinterglasmalverfahren entstanden sind und im Katalogtext von Swantje Koerner als Naturstücke bezeichnet wurden. Weitere Ergebnisse dieser Malerei wurden 2000 unter dem Titel "nurschwarzweiß" in der Stadtturmgalerie Innsbruck gezeigt.

Projekt im Rahmen der Euroga:

Himmel auf Erden, 2002 Edelstahlbleche, Glas und Spiegel
1,00 m x 1,00 m x 1,00 m
Standort: Berliner Straße, Grünzug West 100 m nördlich

Bei der Arbeit "Himmel auf Erden" von Werner Barfus muss der Betrachter zum Akteur werden. Indem er auf den in die Erde eingelassenen, verspiegelten Kubus tritt, verliert er den Boden unter den Füßen, um den Himmelsraum zu gewinnen. In diesen Spiegeln bricht sich die Umwelt in vielfältigen, ungewohnten Facetten. Charakteristisch für Barfus ist eine auf Verweigerung reduzierte Formensprache mit oft verblüffenden Lösungen.