Thorsten Goldberg - Milch und Honig in Ratingen 2010
eine leuchtende Ankündigung | eine Erinnerung an das fiktive Land des Überflusses12.09.2010 - 31.12.2010
| Eröffnung | wird bekanntgegeben! |
| Dauer d. Präsentation | ab 12.9.2010 |
Der in Berlin lebende und arbeitende Künstler Thorsten Goldberg (*1960) studierte Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Standen anfangs Foto- und Videoarbeiten im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit, so rückte von 1995 an zunehmend die Kunst am Bau und die Kunst im öffentlichen Raum in ihr Zentrum.
Für das landesweite Ausstellungsprojekt BLICKWECHSEL hat der Künstler eine Arbeit entwickelt, die das Museum der Stadt fortan mit dem Neonschriftzug Milch und Honig schmückt. Als Synonym für Arkadien, das Schlaraffenland, das Paradies oder die Utopia verknüpfen diese Worte bei dem Betrachter die schon seit der Antike bekannte Sehnsuchtsvorstellung von einer besseren Welt - einem "Land, wo Milch und Honig fließen".
Thorsten Goldbergs Kunst will kommentieren und anregen, ohne jedoch zu belehren. In seinem spielerischen, mit viel Feingefühl ausgeführten Arbeiten konfrontiert er den Betrachter immer wieder mit kleinen, zurückhaltenden Eingriffen. Durch seine minimale Änderung der Buchstabenumkehrung des Schriftzugs Milch und Honig verändert er hier die Lesbarkeit der Botschaft und stellt so das hoffnungsfrohe Versprechen aud das zu suchende Traumland in Frage.
Die Hoffnung auf eine bessere Welt, ein "Land, wo Milch und Honig fließen", bleibt allein hier nur eine Illusion.
Klaus Thelen
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SCHLAGLICHTER
von Beuys bis Twombly ...Ein Projekt der Freunde und Förderer des Museums der Stadt Ratingen
05.09.2010 - 05.12.2010
| Eröffnung | 5.9.2010 um 11.30 Uhr |
Aus Anlass seines Jubiläums im nächsten Jahr will der Verein der Freunde und Förderer einen Beitrag zur Neupositionierung des Museums der Stadt Ratingen leisten. Mitglieder des Vorstandes des Vereins der Freunde und Förderer werden in enger Zusammenarbeit mit dem Museum den Bestandskatalog der Kunstsammlung des Museums erarbeiten. Ende 2011 (also zum 20jährigen Jubiläum des Vereins) soll der Bestandskatalog als Bestandteil und im Rahmen einer weiteren Ausstellung der Freunde und Förderer publiziert und herausgegeben werden.
Die für September 2010 geplanten Ausstellungen des Vereins werden auf 2012 verschoben.
Stattdessen wird es eine erste Ausstellung aus den Beständen des Museums geben, die einige Highlights aus der Sammlung in einen neuen Zusammenhang stellt. Zu sehen sein werden Arbeiten von u.a. Joseph Beuys, Peter Brüning, Günter Brus, Michael Buthe, Howard Hodgkin, Arnulf Rainer, Julian Schnabel, Antoni Tàpies, Cy Twombly und Andy Warhol. Lassen Sie sich überraschen!
Dazu werden wir ein Rahmenprogramm mit Führungen, Gesprächen und Vorträgen anbieten, das die Arbeiten aus der Kunstsammlung aus verschiedener Sicht beleuchten soll:
- Kunsthistorische Bedeutung
- Konservatorische Anforderungen
- Fragen der Bewertung und Mechanismen des Kunstmarktes
- Allgemeine Fragen zur Vorgehensweise
Zu allen Themen werden Experten Auskunft geben. Die Daten werden noch bekannt gegeben.
Dr. Marie-Luise Otten | Kunsthistorikerin | Freunde und Förderer des Museums der Stadt Ratingen | Vorsitzende
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Gil Shachar
Skulpturen und Zeichnungen20.03.2011 - 01.05.2011
| Eröffnung | 20.3.2011 um 11.30 Uhr |
„ Alles, was ich in meiner Kunst tue, hat mit dem Körper zu tun", so beschreibt Gil Shachar die Essenz seines Werks in einem Satz. Aus Wachs und Epoxydharz fertigt er Plastiken ihm bekannter Personen oder schlichter Alltagsgegenstände. Stets sind es Fragmente des Körpers: Portraitbüsten, Rückenpartien, Torsi, einzelne Hände, die ein Tuch oder einen Apfel halten.
Mittels einer aufwändigen Abgusstechnik und sorgfältiger Bemalung der Oberflächen gelingen Shachar täuschend echte Abbilder der Wirklichkeit, optischen Täuschungen gleich. Durch die stets geschlossenen Augen vermitteln die Büsten zudem eine ganz besondere Stimmung, die Stille, Innerlichkeit, bisweilen aber auch Verweigerung und Verschlossenheit umfasst, in der alles greifbar scheint und sich im gleichen Augenblick doch entzieht.
Gil Shachar, 1965 in Tel Aviv geboren und heute in Duisburg lebend, zählt zu den vielversprechendsten jungen Bildhauern in Deutschland, die sich dem Naturalismus der menschlichen Figur verpflichten. Nach seinem Studium in Ramat Hasharon erhielt Shachar zahlreiche Preise, Stipendien und Lehraufträge in Israel, Österreich, Norwegen und Deutschland.
Gezeigt werden bis zu 25 aktuelle und neue Arbeiten des Künstlers, die eigens für eine Galerieausstellung im Mai 2011 angefertigt werden. In der Ausstellung werden erstmals auch Papierarbeiten des Künstlers gezeigt, die seine Skulpturen zum Inhalt haben.
Die Ausstellung – eine Ausstellung im Rahmen und aus Anlass der Jüdischen Kulturtage 2011 - entsteht in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Siegburg und der Galerie Löhrl in Mönchengladbach. Das Projekt wird gefördert von der Ministerpräsidentin des Landes NRW und dem Kultursekretariat NRW Gütersloh.




